Produktion
05.01.2006
Produktion DVD
19.11.2005
Diplomfilmpräsentation im Capitol in Mainz, 12.00 Uhr
02.11.2005
Kolloquium und Studienabschluss
15.09.2005
Musik/Sounddesign
01.09.2005
finaler Schnitt, Color Grading/Effekte
05.07.2005
Beginn Schnitt
Ab 01.07.2005
Sichtung Bänder
31.06.2005
Projektplanung Postphase Media Atelier, Mainz
20.06.2005
Drehende
07.06.2005
Drehbeginn
19.05.2005
Planung szenische Auflösung
04.05.2005
Drehgenehmigungen für 3Sat, ZDF und Bad Vilbel
28.04.2005
Entwicklung Drehplan
27.04.2005
Letzte Änderungen im Drehbuch
10.04.2005
Casting
06.04.2005
Setbesichtigungen (siehe" Bilder")
30.03.2005
Diplomfrist (Fachhochschule Mainz University of Applied Sciences) beginnt
2004
Entwicklung der Filmidee / Drehbuch
Fakten
Titel: 2nd LifeBuch/Regie: Alexander Metzler
Kamera: Michael Kuhlmann
Effekte: Till Nowak
Musik: Mark Fischer
Darsteller:
Sebastian Rech,
Alexander Klinger,
Anneke ter Veen,
Oxana Kadoschnikow,
u.v.m
Drehzeit: 07 - 19 Juni 2005 in Mainz und Bad Vilbel
Fertigstellung: Herbst 2005
Länge: 27 Minuten
Sprache: deutsch
Format: 16 : 9
gedreht auf: DVC Pro 50
Story
Ein dunkler Kellerraum voller Computer. Ein Mann, Tag und Nacht vor seinen Bildschirmen.
Die Welt draußen: Die Abteilungsleitung bei ENT, dem TV-Sender für Wirtschaft und Politik, wird neu besetzt. 2 Bewerber sind noch im Rennen.
Die Entscheidung fällt auf die Bewerberin Jennifer Kera. Ihr Konkurrent - Martin Siebert - wird wegen Mord verhaftet.
Kurze Zeit später: Einbruch in einer Softwarefirma. Der Programmiercode des Online Rollenspiels „2nd Life“ ist gestohlen worden. Millionen Menschen weltweit spielen dieses Game. Manipulationen sind Tür und Tor geöffnet.
Nach erfolgreichem Tag kommt Jennifer Kera nach Hause, jedoch geschehen seltsame Dinge: Fernsehsprecher scheinen mit ihr zu reden, Elektronik fällt aus, Jennifer durchlebt eine Horrornacht.
Am nächsten Morgen trifft sie auf eine veränderte Welt. Siebert hat ihre neue Stelle eingenommen. Jennifer wird vom Werkschutz abgeführt und verhaftet, Anschuldigung: Mord.
Sie findet sich im Verhörraum der Polizei mit erdrückenden Beweisen wieder - und kann sich nichts davon erklären. Als sie beginnt an ihrem Verstand zu zweifeln steht ihr ein junges Mädchen zur Seite. Mit ihrer Hilfe kehrt sie zu ENT zurück um den Dingen auf den Grund zu gehen. Die Spur führt in einen dunklen Kelleraum, voller Computer.
2nd Life - theoretischer Hintergrund
Der Arbeit an meinem Film "2nd Life" ging im Jahr 2004 eine intensive Recherche zum Thema Spielsucht und Prioritätsverschiebung von Realität zur Virtualität voraus. Ich habe verschiedene Interviews mit Medienexperten und Betroffenen geführt. Das Thema ist komplex und vielschichtig. Auch glaube ich nicht, dass es, um das Thema einer solchen Parallelwelt zu erfassen ausreicht, einen Account einzurichten und sich ein paar Stunden umzusehen. Wer nicht richtig tief in die Materie, auch mit Begeisterung, eintaucht, mag höchstens die Oberfläche ankratzen. Es fällt mir daher schwer, ein abschließendes Fazit aus meiner theoretischen Vorarbeit zu ziehen. Wenn ich aber gezwungen wäre, eins zu machen, würde dieses etwas so aussehen:
Durch die spielerischer Anlage der MMORPGs, nämlich dass andere Spieler immer besser werden, während selbst nicht gespielt wird und die Tatsache, dass die Handlung theoretisch unendlich erweiterbar ist ohne dass ein konkretes Ende erreicht wird, bergen diese Spiele ein gewisses Suchtpotential. Allerdings glaube ich nicht, dass für evtl. Suchfälle generell das Spiel in Verantwortung gezogen werden kann, da man als Spieler einer Eigenverantwortung unterliegt. Wie mit allen andern z.B. Gesellschaftlich akzeptierten Suchtmitteln wie Alkohol gilt die Maxime: Nicht des Guten zuviel.
Solange Spieler ihre Zeit nicht Übermaßen (wobei hier die Grenzen fließend sein dürften) in die Games investieren, ist das Spielen nicht nur ein harmloser Zeitvertreib, sondern kann sogar kompensatorische Wirkung haben durch die Erfolge und Flows, die in der Virtualität erzielt werden.
Alexander Metzler

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